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Text: Brigitte Janoschka
Mit drei Veranstaltungen beging der Kulturverein Ainring unter der Leitung von Erika Emans das 75-jährige Jubiläum von Mitterfelden. Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildete am 19. September ein von Lena Thurnhausstatter begleitetes Pubquiz im „s’Kaffeetscherl“ in Mitterfelden. Bis auf den letzten Platz besetzt, stellten sich sieben Gruppen von jeweils bis zu sechs Personen Fragen aus verschiedensten Wissensgebieten, die – mal enger, mal kreativer gefasst – stets einen Bezug zum Ainringer Jubiläumsortsteil hatten. Für einen künstlerischen Akzent sorgte Maite Schmidt, die zur Ouvertüre von „La Traviata“ ein Werk in der japanischen Kunstform "Bukoseki" schuf, das als Sonderpreis verlost wurde. Gewonnen hat es Monika Emans, die die Gewinnnummer besaß und sich daher eine Komposition wünschen durfte. „Bukoseki“ (dt.: Tusche-Spur) hat das Ziel, mit einem einzigen Atemzug und kraftvollen, oft abstrakten Pinsel- (oder Edding-)strichen einen intensiv erlebten Augenblick auszudrücken. Maite Schmidt führte das an einer Staffelei durch - zuerst von oben nach unten und dann, wie im Japanischen üblich, von rechts nach links. Im knappen Rennen um die Podestplätze setzte sich schließlich die „Berg-Gruppe“ im Pubquiz durch. Leer ging dennoch niemand aus: Neben neuem Wissen rund um Mitterfelden nahm jede Gruppe ein Säckchen gebrannte Mandeln mit nach Hause.
Einen Ausflug in die Welt der „objets trouvés“ (gefundene Gegenstände, Weggeworfenes) machte Maite Schmidt eine Woche später mit einer Gruppe von Kindern. Sie nennt ihr Tun „kunsten“ und bastelte mit den Kindern in der Evangelischen Auferstehungskirche „Umweltschnecken“ aus Klopapierrollen und anderen Materialien, die noch nicht im Müll gelandet waren. Diese Schnecken wurden dann im Rathaus prämiert und eine Weile auf den Treppen ausgestellt. Die Kinder durften dabei auch Wünsche für die Zukunft äußern. Diese schrieben sie auf das große Symbolschneckenhaus: Trampoline, ein Stadion, ein Trinkbrunnen, vier Tennisplätze, einen Streichelzoo mit Meerschweinchen, mehr Süßigkeiten und - mehr Bastelkurse. Daher waren sie begeistert, als ihnen Maite Schmidt dazu eine Fortsetzung anbot, nämlich die Technik der Frottage kennenzulernen.
Sind stolz auf ihre Schnecken: die Kindergruppe mit (von links) Bürgermeister Martin Öttl, Franz Wisbacher (Grüne BGL), Maite Schmidt und Kulturreferent Alois Lechner.
Viele Wünsche haben die Kinder den Schnecken mitgegeben.