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Was ist FAIRTRADE?

Fairtrade verbindet Konsumentinnen und Konsumenten, Unternehmen und Produzentenorganisationen und verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien sowie menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
 
fairtrade-logo InPixio
Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte: Alle Zutaten eines Produktes, die unter FAIRTRADE-Bedingungen erhältlich sind, müssen von FAIRTRADE zertifiziert sein. Dies gilt auch für Mischprodukte (z.B.Schokolade oder Eiscreme). Dies ermöglicht den Kleinbauernkooperativen stabilere Preise sowie langfristigere Handelsbeziehungen. Sowohl Bäuerinnen und Bauern als auch Beschäftigte auf Plantagen erhalten eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Die Standards enthalten darüber hinaus Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen. Weltweit profitieren rund 1,4 Millionen Kleinbäuerinnen und Bauern sowie Arbeiterinnen und Arbeiter auf Plantagen von FAIRTRADE. Zusammen mit ihren Familien werden mehreren Millionen Menschen durch den Handel mit FAIRTRADE- Produkten bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglicht. Mit der Kontrolle der FAIRTRADE -Standards ist die unabhängige Zertifizierungsorganisation FLOCERT GmbH beauftragt, die der internationalen Akkreditierungsnorm für Zertifizierungsorganisationen ISO 17065 entspricht.

Wer steht hinter Fairtrade?

Hinter der Kampagne stehen TransFair e.V. und FAIRTRADE International. Als unabhängige Organisation handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt nur das FAIRTRADE Siegel für fair gehandelte Produkte. Außerdem fördert der Verein durch Kampagnen, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein der Bürger für einen nachhaltigen Konsum. TransFair e.V. wird von 33 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland mehr als 300 Lizenznehmer über 3.000 FAIRTRADE-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und Textilien aus FAIRTRADE-Baumwolle an. Die FAIRTRADE-Produkte sind in über 42.000 Supermärkten, in den Lebensmittelabteilungen der Warenhäuser, im Naturkosthandel und in allen Weltläden erhältlich. Darüber hinaus schenken rund 20.000 Kantinen, Cafés, Mensen und Hotels fair gehandelten Kaffee und andere Produkte aus. TransFair e.V. ist mit den anderen nationalen Fairtrade Organisationen und den drei kontinentalen Produzentennetzwerken Teil der internationalen Dachorganisation FAIRTRADE International e.V.. Sie ist mit der Standardsetzung und Betreuung der Partnerorganisationen betraut.

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Siegelung und Deklarierung

Die Hersteller von FAIRTRADE-Mischprodukten im Lebensmittel-Bereich dürfen das FAIRTRADE-Siegel auf der Vorderseite der Verpackung anbringen. Der Prozentsatz Fairtrade-zertifizierter Inhaltsstoffe und ihr jeweiliger prozentualer Anteil muss auf der Zutatenliste erläutert werden.

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Ratsbeschluss des Gemeinderates

 Der Gemeinderat hat die Unterstützung des fairen Handels im Sinne der FAIRTRADE-Siegel Bestimmungen beschlossen. Bei allen öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates, im Rathaus, aber auch bei allen von der Gemeinde initiieren Veranstaltungen wird die Verköstigung, wo immer möglich, aus fair gehandelten Produkten bestritten. Der Umfang reicht von FAIRTRADE-Kaffee und anderen Fertigprodukten, oder Rohstoffen zur Herstellung von Lebensmitteln und Getränken, bis hin zu fair gehandelten Produkten aus der eigenen Region, wie etwa Bio Produkten oder solchen aus Rohstoffen, die genfrei nach VLOG Standard angebaut werden.
Diese werden im gut sortierten Eine Welt Laden ( https://weltladen-mitterfelden.jimdofree.com ) in der Gemeinde Ainring erworben.

2020 Neue Steuerungsgruppe FB HP

Steuerungsgruppe

Die Gemeinde Ainring unterhält eine FAIRTRADE-Steuerungsgruppe. Sie koordiniert alle Maßnahmen, die helfen, unsere Kommune zu einer vorbildlichen FAIRTRADE-Gemeinde zu entwickeln, deren Bürger im Handel sowie im gesellschaftlichen Miteinander und in der Politik den fairen Umgang pflegen.

  • Städtische Verwaltung/Politik (Politik) z.B. Leitung der Gruppe BGM oder ein Mitgleid des Gemeinderates
  • (Einzel-) Handel, z.B. Vertreter/in des Weltladens oder aus der Gastronomie (Wirtschaft)
  • Ein Vertreter aus der Zivilgesellschaft
  • Ein Beauftragter*Beauftragte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Medien
  • Abgesandte aus Schulen, Vereinen oder kirchlichen Einrichtungen. 

GEDANKEN VON DER FAIRTRADE-BEAUFTRAGTEN EDITH HÖGLAUER

Durch das Einkaufen im Weltladen Mitterfelden und den vielen Gesprächen, wurde ich immer neugieriger und wollte wissen, was hinter dem Fair-trade-Gedanken steckt.

Ziel von Fairtrade ist es, einen bedeutenden Entwicklungsbeitrag zu leisten und das Leben der an der Produktion beteiligten Menschen und Familien in den Anbauländern zu verbessern. Dabei geht es um einen Prozess – einen Weg der Veränderung - in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Es enthält darüber hinaus Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen.

Für jeden von uns ein kleiner Schritt der Strecke den wir gestalten können, wenn wir von unserem Wohlstand ein kleines Stück abgeben
Es ist für mich auch faszinierend, dass nicht nur den Erzeugern faire Löhne gezahlt werden, sondern auch konkrete Projekte unterstützt werden (etwa in Italien Unterstützung derer, die von der Maffia aussteigen wollen.)

Als Gemeinderätin war es mir eine Herzensangelegenheit, Fairtrade-Beauftragte zu werden und das Projekt zu unterstützen.

Edith Blick auf Brunnen


Edith Höglauer
Fairtrade-Beauftragte Gemeinde Ainring

FAIRTRADE-Produkte im Sortiment

In den lokalen Einzelhandelsgeschäften, bei unseren Floristen, Bäckern, Metzgern etc. sowie in unseren Cafés, Wirtshäusern und Restaurants werden fertige Produkte aus fairem Handel ange-boten und solche, in denen Rohstoffe aus fairem Handel verarbeitet wurden. Auch unsere Beklei-dungsgeschäfte etc. haben Fairtrade Produkte im Sortiment.

Zivilgesellschaft

Wir verwenden Produkte aus fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen Darüber hinaus bieten wir in unseren Bildungseinrichtungen von Kindergarten bis Schulen und auch bei spezifischen Informationsveranstaltungen Lerninhalte und Aktivitäten zum Thema fairer Handel an.

Medien & Öffentlichkeitsarbeit - Imagefilm

Die Steuerungsgruppe sorgt mit Veröffentlichungen in den regionalen Medien über die Aktivitä-ten zum Thema Fairtrade in unserer Gemeinde für den Informationsfluss in die Haushalte unserer Ortsteile und darüber hinaus.

wir machen mit

 

 

Fairtrade Rosenverkauf im august

Rosenverkauf

 

Termine:

Freitag, 6. August von 9:00 bis 12:00 Uhr und 15:00 bis 18:00 Uhr im Weltladen Mitterfelden
Samstag, 7. August nach dem Gottesdienst in Feldkirchen
Sonntag, 8. August nach dem Gottesdienst in Thundorf und im Pfarrzentrum St. Severin

Infoveranstaltung am 4. August – „Was ist Fairtrade?“

Erfahren Sie mehr über die Standards und deren Aufbau, die Einhaltung von sozialen, ökologischen & ökonomischen Kriterien und über die Wirkung von Fairtrade für alle Beteiligten. Fairtrade beeinflusst unser aller Leben, nicht nur das der Kleinbauern und Produzenten „vor Ort“, sondern durch die vielfältige Wirkungsweise auch unseres hier in Ainring.

Sind Sie interessiert? Möchten Sie mehr wissen? - dann kommen Sie am Mittwoch, den 4. August in der Zeit von 11:30 bis 13:30 Uhr zur Fairtrade-Infoveranstaltung mit Rosi Pscheidl und Edith Höglauer, die auch eine Produktauswahl (mit Kostproben) „dabei haben“.

Wir als Fairtrade-Gemeinde freuen uns sehr, dass wir erneut den Titel für weitere zwei Jahre erhalten haben.

Fahne vorm RH Pils

Gemeinde Ainring weiterhin „Fairtrade-Town“ - beantragte Titelerneuerung für die nächsten zwei Jahre stattgegeben

Das Engagement der Ainringer Bürger im Bereich „Fairer Handel“ und „Eine Welt“ begann schon vor über drei Jahrzehnten im Pfarrzentrum „St. Severin“, wo der Weltladen seine Heimat hat. 2005 gründete sich der Verein „Fair miteinander“ und das Jahr darauf erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister. Im Laufe der Zeit beteiligten sich in der Gemeinde auch Firmen, Unternehmen und Betriebe, Vereine, die Kommune und die Kirche als Unterstützer. Im September 2015 wurde durch erstmals für zwei Jahre der Titel „Fairtrade-Town“ durch den TransFair e.V. an die Gemeinde Ainring verliehen. Seitdem baut die Gemeinde ihr Engagement weiter aus. Nun erfolgte zum wiederholten Male die Titelerneuerung.

Wie kam es dazu? Nach Ablauf einer Zeitspanne von zwei Jahren verfällt die Auszeichnung und es ist eine Überprüfung mit Nachweisen erforderlich.
Weltladenleiterin Rosi Pscheidl und Pfarrer Wernher Bien, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins "Freundeskreis Eine Welt Ainring" haben die Fakten zusammengestellt und den Antrag bei der Zertifizierungsstelle eingereicht.
Nach intensiver Prüfung der Angaben zur Titelerneuerung kam nun die Bestätigung in Form einer Urkunde und zudem ein Schreiben mit der freudigen Nachricht als Bestätigung.

Das Fairtrade-Town-Team bedauerte, aus Kapazitätsgründen leider nicht vor Ort zur Titelerneuerung sein zu können. In dem Schreiben wird ganz herzlich für das umfassende Engagement für den fairen Handel in der Gemeinde gedankt. „Aus Ihren Unterlagen ist zu entnehmen, dass Ihre Kommune sehr engagiert ist. Es ist richtig beeindruckend, was Ihre Steuerungsgruppe alles leistet. Es macht großen Spaß zu sehen, dass sich der Gedanke des fairen Handels in Ihrer Kommune verankert hat und dass so vielfältige Aktionen in Ihrer Gemeinde durchgeführt werden“, so die Würdigung. Ferner wurde auch zum bemerkenswerten 1. Platz des Bayrischen Eine-Welt-Preises 2020 gratuliert.

FB Aufstellung Brunnen Fairtrade Urkunde Verlängerung mit Getränke
 
Erster Bürgermeister Martin Öttl, Edith Höglauer, Fair-Trade-Beauftragte im Gemeinderat, sowie die beiden Antragsteller Rosi Pscheidl und Pfarrer Wernher Bien freuten sich über die Verlängerung des Titels. Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Ainring und dem internationalen Netzwerk, der Fairtrade-Towns angehört.

Die Fairtrade-Towns-Kampagne bietet der Gemeinde Ainring auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Gemeinde mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.
Ainring ist eine von über 700 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

Weiter aktiv bleiben heißt es von Fairtrade. Natürlich erschweren die coronabedingten Umstände Aktionen. Dennoch ist es gerade jetzt für die Kleinbauernfamilien umso wichtiger, auf ihre Situation im globalen Süden und auf den fairen Handel aufmerksam zu machen, da gerade sie doppelt hart von der Pandemie betroffen sind.

Bei dem jüngsten Treffen gesellte sich auch Gregor Greimel von der gleichnamigen Kelterei dazu. Greimel ist langjähriger Partner des Weltladens und der Fairtrade-Gemeinde Ainring. Im Gepäck dabei hatte er für Gemeinderatssitzungen nun kleine Flaschen von Apfel-Mango und Mango. Die Früchte stammen aus den Philippinen und damit wird das Projekt PREDA des irischen Paters Shay Cullen vor Ort unterstützt.

Lokale Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Nicht zu vergessen sind dabei die Heimatzeitung und vor allen Dingen die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und das rührige Weltladenteam. Dafür bedankte sich Rosi Pscheidl.

Ende Juli war eine erneute Zusammenkunft der Steuerungsgruppe geplant, mit der Hoffnung eventuell eine kleine Veranstaltung anlässlich der erneuten Titelverlängerung zu organisieren. „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, verändern das Gesicht der Welt“, sagt die Weltladenleiterin.

Bild und Text (c) Andreas Pils - Juli 2021

 

Titelverlängerung für FairTrade-Gemeinde beantragt

Seit mehr als drei Jahrzehnten unterstützen Bürger und Gemeinde die wichtige Weltladenarbeit mit dem Kauf von fair hergestellten und fair produzierten Waren. Zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte, Gaststätten, Eisdiele, Schule, Kindergarten und Vereine sind im Vertrieb bzw. Käufer. Angesichts des vielseitigen Engagements bekam die Kommune im September 2015 den Titel „Fairtrade Gemeinde Ainring“ verliehen, aber nicht auf Dauer. Alle zwei Jahre ist eine Verlängerung mit Nachweis für das Gütesiegel bei TransFair (Verein zur Förderung des Fairen Handels e.V.) zu beantragen.

Nach Ablauf dieser Zeitspanne ist eine Überprüfung, ob die bestehenden Kriterien, erfüllt sind bzw. auch weiterhin erfüllt werden, nötig. Weltladenleiterin Rosi Pscheidl und Pfarrer Wernher Bien in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Verein "Freundeskreis Eine Welt Ainring" haben nun einen Antrag bei der Zertifizierungsstelle eingereicht.

Für die Anerkennung als Fairtrade Gemeinde müssen folgende 5 Kriterien dauerhalt erfüllt werden: Verwendung von Fairtrade-Produkten in der Gemeindeverwaltung und Ratsbeschluss, dass die Kommune den Titel „Fairtrade-Gemeinde" anstrebt; Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe, die das Anerkennungsverfahren federführend begleitet und nach der Anerkennung die Aktivitäten vor Ort koordiniert; Mindestangebot von fair gehandelten Produkten im örtlichen Handel und in der Gastronomie; Verwendung von Fairtrade-Produkten in Schulen, Vereinen und Kirchen sowie Bildungsaktivitäten zum Fairen Handel; regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit über alle Aktivitäten als Fairtrade-Gemeinde.

Fahne vorm RH Pils
Vor dem Rathaus Ainring weht eine Fair-Trade-Fahne am Mast und dies soll auch weiterhin möglich sein, wenn neuerlich für zwei Jahre der Titel vergeben wird.

Aufgrund des umfangreichen Engagements des Weltladens „Fair miteinander e.V.“, der Kommune und in der Gemeinde Ainring sollten die Vergabekriterien wohl erfüllt sein.

Bild & Text (c) Andreas Pils / Juni 2021

Fair-Trade in Wort und Bild: Ausstellungen im Rathaus sowie im Pfarrzentrum St. Severin

1. Bürgermeister Martin Öttl und Edith Höglauer Fair Trade Beauftragte im Gemeinderat

Unter dem Thema "Nachhaltig handeln – Arbeitsschwerpunkte von Fairtrade" hat TransFair eine Ausstellung konzipiert, welche ab sofort im Eingangsbereich des Ainringer Rathauses sowie im Foyer des Pfarrzentrums „St. Severin“ zu sehen ist. Anhand von hochwertigen Fototafeln wird informiert, wie Fairtrade die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung mit seinen umsetzt. Die Kommune als Fair-Trade-Gemeinde Ainring mit 1. Bürgermeister Martin Öttl und Edith Höglauer Fair-Trade-Beauftragte im Gemeinderat sowie Weltladen-Leiterin Rosi Pscheidl stehen voll hinter dieser Aktion.

Seit über drei Jahrzehnten unterstützen Bürger und Gemeinde die wichtige Weltladenarbeit mit dem Kauf von fair hergestellten und fair produzierten Waren. Zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte, Gaststätten, Eisdiele, Schule, Kindergarten und Vereine sind im Vertrieb bzw. Käufer.

Angesichts des vielseitigen Engagements bekam die Kommune im September 2015 den Titel „Fairtrade Gemeinde Ainring“ verliehen, aber nicht auf Dauer. Zur zweijährigen Titelerneuerung muss die fortwährende Erfüllung von fünf Kriterien nachgewiesen werden.

Als Fair-Trade- Gemeinde engagiert sich Ainring schon lange für fairen Handel und nachhaltige Entwicklung. Die Fotos und Texte erklären auf anschauliche Weise die Herausforderungen des nachhaltigen Handels. Dabei geht es unter anderem um Klimawandel, Regionalität, Kinderrechte und faire Arbeitsbedingungen.

Ausstellung im Foyer des Pfarrzentrums St. Severin

Öffnungszeiten der Ausstellung im Rathaus bis 28. Mai
Montag bis Mittwoch von 8.00 bis 12.00 Uhr
Donnerstag von 8.00 bis 12.30 Uhr
Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr

Bitte beachten sie die allg. Hygienebestimmungen und die FFP2-Maskenpflicht im Rathaus.

Öffnungszeiten der Ausstellung im Pfarrzentrum St. Severin“
Montag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 bis 18.00 Uhr sowie vor und nach den Gottesdiensten

Die Hygieneregeln sind zu beachten.

Weltladenleiterin Rosi Pscheidl mit fairen Rosen in der Ausstellung

Text und Fotos (c) Andreas Pils / Mai 2021

FAIRTRADE GEMEINDE AINRING UND WELTLADEN SETZEN SICH FÜR FRAUENRECHTE EIN

Es war nicht wie die vergangenen Jahre - nicht nur das extrem kalte Winterwetter an diesem Tag, an dem traditionell beim Rosenstand des Weltladens vor dem Edeka jede Frau eine Rose erhielt. Auch wegen der Pandemie konnte die von Fair-Trade finanziell geförderte Rosenkampagne nicht wie gewohnt stattfinden.

Also taten sich der Weltladen und die Gemeinde zusammen: Bürgermeister Martin Öttl und Fair-Trade-Beauftragte Edith Höglauer besuchten die Firmen, die jahrein-jahraus den Fair-Trade-Gedanken und die Projekte des Weltladens unterstützen und überraschten sie mit fair gehandelten Rosen.

Darüber freuten sich Pfarrer Wernher Bien ebenso wie Kathrin Niedermaier als Vertreterin der Wirte in der Gemeinde,, die in ihrem Gasthaus nur fair und regional kocht und außerdem die Rezepte für die fairen Fasten-Tüten kreiert hat. Auch Johanna Bricke und Annegret Scheuerer erhielten Rosen zum Dank für das Organisieren der hausinternen Weltladenverkäufe im Wohnstift Mozart, bei denen auch immer faire Rosen den Besitzer wechseln. Bei der früheren Fair-Trade-Beauftragten und jetzigen zweiten Bürgermeisterin, Rosemarie Bernauer, die in ihrer Johannis-Apotheke Produkte aus dem Weltladen anbietet, kamen die „Rosenkavaliere“ vorbei, sowie bei der Bäckerei Götzinger und der Metzgerei Gumping, wo die Kunden eine große Auswahl von Weltladenprodukten vorfinden, aber auch bei der Gewerbevereinsvorsitzenden Angelika Gaßner, die im Autohaus einen Tisch den fair gehandelten Produkten gewidmet hat.
Weltladenleiterin Rosi Pscheidl beschenkte die Eisdiele sowie Beppi und Dani Lechner von der Bäckerei in Hammerau und Karin Niederrmeyer vom Mehrgenerationenhaus in Freilassing, mit dem den Weltladen eine intensive Zusammenarbeit verbindet.

Einerseits handelt es sich bei allen Beschenkten um Bürgerinnen und Bürger, die durch ihren Einkauf im und die Zusammenarbeit mit dem Weltladen den fairen Gedanken unterstützen, andererseits sind in allen diesen Unternehmen vorwiegend Frauen beschäftigt.

Dazu sagte Edith Höglauer auch im Namen des Ainringer Gemeindeoberhaupts, dass es ihnen wichtig sei, einmal Danke zu sagen und auf die Bedeutung der Weltladen-Projekte hinzuweisen, die durch die Unterstützung der gemeindlichen Betriebe und durch alle Kunden, die im Weltladen einkaufen, durchgeführt werden können.

Auch auf den Weltfrauentag machten sie aufmerksam, denn es solle durch die Rosenaktion auf die Stärkung der Frauenrechte hingewirkt werden.

Edith Höglauer: „Als Fair-Trade-Beauftragte ist es mir sehr wichtig, solche Aktionen durchzuführen. Wir müssen wieder mehr auf unsere Bürgerinnen und Bürger zugehen, um eine Stärkung der Frauenrechte weltweit zu erreichen. Ich finde, in Zeiten von Corona noch mehr.“


400 Rosenaktion 03 2021

Kurz vor dem Start der „Flower Power Rosenaktion“: Fair Trade-Beauftragte Edith Höglauer und Bürgermeister Martin Öttl im Pfarrzentrum.

Foto & Text (c) B. Janoschka / März 2021