Ainring ehrt seine Sportlerinnen und Sportler

2026-05-05

Bei der diesjährigen Sportlerehrung der Gemeinde Ainring herrschte im Haus der Kultur am 29. April reger Betrieb. Rund 100 Sportlerinnen und Sportler waren gekommen, um für ihre Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet zu werden – viele von ihnen bereits als „Dauergäste“, die Jahr für Jahr mit konstant starken Ergebnissen überzeugen.

In seiner Ansprache machte Bürgermeister Martin Öttl deutlich, dass hinter jeder Urkunde und jeder Medaille weit mehr stecke als nur ein Ergebnis. „Es steckt immer auch eine ganz persönliche Geschichte dahinter. Eine Geschichte von hartem Training, mentaler Belastung, von Rückschlägen, vom Weitermachen und vom festen Glauben an sich selbst.“

„Unschätzbarer Beitrag“ durch Vereinsarbeit

Die Vielfalt der geehrten Disziplinen spiegelte die breite sportliche Landschaft wider: von Motorsport und Sportschießen über Stocksport, Leichtathletik und Fußball bis hin zu Ski Alpin, Skibergsteigen, Langlauf, Biathlon, Rennrodeln, Skeleton und Schnalzen. Auch die Altersspanne der Geehrten zeigte, welche Bedeutung der Sport in der Gemeinde hat: Sie reichte von Grundschulkindern bis hin zu Aktiven über 70 Jahre. „Sport bietet für jede Lebensphase die Möglichkeit, Teil einer Gemeinschaft zu sein“, betonte Öttl.

Einen besonderen Dank richtete er an die örtlichen Vereine, in denen nicht nur trainiert, sondern vor allem Gemeinschaft gelebt werde. „Tausende Ainringerinnen und Ainringer sind Mitglieder in unseren Sportvereinen und viele davon arbeiten ehrenamtlich im Hintergrund. Trainerinnen und Trainer, Betreuerinnen und Betreuer sowie zahlreiche Helferinnen und Helfer leisten einen unschätzbaren Beitrag.“

Spitzensport im BPFI Ainring

Im Fokus stand in diesem Jahr die Spitzensportförderung im Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI), das seinen Sitz in Mitterfelden hat. In seinem Grußwort bezeichnete Leitender Polizeidirektor und Institutsleiter Dr. Walter Buggisch die Einrichtung als „Herz des Polizeisports“.

Ein besonderer Programmpunkt war das Interview mit drei erfolgreichen Sportlerinnen des BPFI, das von Zweiter Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer und Drittem Bürgermeister Martin Strobl geführt wurde. Die Athletinnen gaben interessante Einblicke in ihren Trainings- und Arbeitsalltag.

Marie Angerer überzeugte im Skeleton mit mehreren Medaillen bei Juniorenweltmeisterschaften. „Skeleton schaut zwar brutal aus, aber es ist echt nicht so schlimm“, erklärte sie schmunzelnd. Magdalena Matschina berichtete von ihren Erfolgen im Rennrodeln, darunter die Silbermedaille im Doppelsitzer bei den Olympischen Winterspielen 2026 sowie Gold in der Teamstaffel, die ihr „Selbstbewusstsein richtig gepusht“ hatten. Leni Dietersberger konnte mit dem Gewinn der Goldmedaille bei der Juniorenweltmeisterschaft im Biathlon auf sich aufmerksam machen. Sie gab dem Publikum mit auf dem Weg, dass das wichtigste beim Sport der Spaß sein müsse.

Sportlerehrung 2026

V.l.: Dritter Bürgermeister Martin Strobl, Marie Angerer, Leni Dietersberger, Magdalena Matschina, Thor Kamml und Zweite Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer

Zehnjähriger Thor Kamml präsentiert seine Maschine

Für Begeisterung im Publikum sorgte auch der erst zehnjährige Motorsportler Thor Kamml aus Perach, der gemeinsam mit den drei BPFI-Athletinnen interviewt wurde. Er belegte in der Mini GP Gesamtwertung den vierten Platz und konnte kürzlich sogar einen Doppelsieg bei der MES Junior Trophy in Mailand feiern. Stolz präsentierte er sein Straßenmoped samt Ausrüstung und erzählte, dass er eines Tages so erfolgreich wie Philipp Öttl sein möchte. 

Thor Kamml bei der Sportlerehrung 2026

Motorsportler Thor Kamml präsentiert mit Zweiter Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer seine Ausrüstung

Zahlreiche nationale und internationale Erfolge

Gleich mehrere Athletinnen und Athleten ragten im vergangenen Jahr mit herausragenden Leistungen auf nationaler und internationaler Ebene hervor: Die Sportschützin Silvia Steiner überzeugte bei Welt- und Europameisterschaften mit Spitzenplatzierungen, darunter ein 3. Platz mit der Freien Pistole Kleinkaliber 50 m bei der WM in Kairo sowie ein 2. Platz bei der EM in Châteauroux, ergänzt durch zahlreiche weitere Final- und Topplatzierungen. 

Im Skibergsteigen (Skimo) sicherte sich Stephan Tassani-Prell den Weltmeistertitel im Vertical Masters der Klasse M55 und erreichte zudem einen 4. Platz der Individual Masters. Ebenfalls international erfolgreich präsentierte sich Felix Gramelsberger, der bei den FISU Winter World Games Silber im Skimo Vertical sowie Bronze im Skimo Individual gewann.

In der Leichtathletik überzeugte Johanna Nitzinger mit einem 1. Platz bei der Bayerischen Berglaufmeisterschaft der Juniorinnen U23 sowie weiteren Podest- und Spitzenplatzierungen auf Landesebene. 

Auch die beiden Schnalzerpassen Ainring VI (Erwachsene) und Ainring I (Jugend) konnten mit ihrem jeweiligen Sieg beim 71. Rupertigau-Preisschnalzen einen beachtlichen Erfolg verbuchen.

Die Schnalzerpass Ainring VI bei der Sportlerehrung 2026

Die Schnalzerpass Ainring VI bei der Ehrung mit Zweiter Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer (links) und Erstem Bürgermeister Martin Öttl (hinten rechts)

Nie die Bodenhaftung verlieren

Zum Abschluss gab Bürgermeister Öttl den Sportlerinnen und Sportlern mit auf den Weg, weiterhin ehrgeizig zu bleiben, dabei jedoch stets die Bodenhaftung zu bewahren. Hinter jedem Erfolg stünden Menschen, die unterstützen – Familien, Vereine, Trainer und Sponsoren, denen großer Dank gebühre.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Maria und Martin Bader, Stefan Steiner und Melina Dusch vom Verein „Aufgspuit und gsunga“. Bei einem gemeinsamen Essen vom Buffet klang der rundum gelungene Abend schließlich in geselliger Atmosphäre aus.

 

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